Der Einzige, dem du gefallen solltest, bist du selbst.

Der Einzige, dem du gefallen solltest, bist du selbst.

Hast du schon mal versucht es allen recht zu machen? Das ist eine geile Aufgabe oder? Ich habe das jahrelang versucht, den Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten, Familie, Freunden, Bänkern, Steuerberatern, Coaches und und und.

Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, irgendwas fehlt, irgendwen hatte ich vergessen. Doch da mich die Aufgabe, es allen recht zu machen, so beschäftigt hielt, fiel mir gar nicht auf, wie unzufrieden es mich machte.

Gott sei Dank bin ich ein hoffnungsloser Optimist und irgendwie kam ich an den Punkt, an dem ich mir selber überhaupt nicht mehr gefiel.

Dank meiner positiven Lebenseinstellung begann ich damit, mich mit mir zu beschäftigen. Es kamen immer mehr Menschen in mein Umfeld, die mich meiner selbst willen mochten und nicht irgendwelche Erwartungen an mich stellten. Sie mochten mich, weil ich mich auch mochte und gar nicht erst versuchte, ihnen zu gefallen. Diese Menschen sind noch heute in meinem Umfeld, wofür ich unendlich dankbar bin. Dank dieser Menschen hatte ich den Mut, mich meinen Blockaden zu stellen und diese aufzulösen.

Heute mache ich die Dinge, die mein Herz erfüllen, ich mache sie für mich. Ich schreibe diesen Post für mich, weil ich dankbar bin, das jetzt einfach tun zu können.

Ich schreibe ihn nicht, damit du kommst und mir auf die Schulter klopfst oder damit du mich magst. Ich freue mich, wenn dich mein Post berührt, zum Nachdenken anregt, antriggert oder sonst etwas in dir auslöst, das dich weiter bringt. Nicht mehr und nicht weniger.

Seit ich aufgehört habe, jedem gefallen zu wollen, lebt es sich leichter. Ich ruhe in mir und laufe sehr oft mit einem breiten Lächeln durch die Welt. Magisch dabei ist, es kommen immer mehr Menschen in mein Leben, die mich genau deshalb mögen.

Wann versuchst du, es allen recht zu machen und jedem zu gefallen?

Wenn du einen Moment Zeit hast, google doch mal die Rede, die Charlie Chaplin zu seinem 70. Geburtstag gehalten hat.

Das Schlüsselwort ist Selbstliebe. Davon braucht die Welt mehr und mehr.

Du hast doch keine Ahnung…

Du hast doch keine Ahnung…

Körperlich bist du zwar anwesend, doch die Gedanken kreisen noch irgendwo in der Welt herum. Du machst dir Sorgen um dies und das in der Firma. Du fragst dich, ob alles glatt läuft, ärgerst dich noch über den gestrigen Anruf eines unzufriedenen Kunden, sorgst dich darum, was passiert, wenn du dich nicht selbst jetzt sofort um alles kümmerst oder hoffst, wenn du dich jetzt einschaltest, wird alles gut und der nächste große Fisch geht an die Angel?

Millionen Gedanken kreisen täglich durch deinen Kopf. Weißt du, was passiert, wenn du jedem nachgehst? Du verpasst solch magische Momente wie den auf dem Foto.

Achtsamkeit wird mittlerweile sehr inflationär benutzt. Ich habe Monate gebraucht, um eine für mich passende Definition zu finden. Achtsamkeit ist für mich das Sein im Hier und Jetzt. Die Schönheit und Besonderheit in jedem Augenblick zu entdecken, jeden Moment bewusst zu erleben, zu spüren, zu sehen, zu riechen, zu schmecken. Jede einzelne Sekunde hat etwas Magisches, wenn du es zulässt.

Dieser Moment lässt sich genau so nicht wiederholen. Niemals! Nehmen wir das Beispiel des zugehörigen Bildes. Dieser Moment lässt sich nie wieder genauso reproduzieren. Es ist eine Wanderdüne, auf der ich mich während des Fotografierens befand, wenn ich also das nächste Mal vor Ort bin, sieht schon alleine der Standort anders aus.

Auch der Leuchtturm steht nicht mehr an dieser Stelle. Zugegeben, das ist schon ziemlich ungewöhnlich, dass ein Gebäude den Standort wechselt, doch hier ist es tatsächlich so. Rubjerg Knude wurde 2019 um 80 Meter versetzt, da er sonst in ein paar Jahren ins Meer gestürzt wäre. Aber auch alle anderen Faktoren werden nie mehr so sein, weder die Sonne noch das Licht oder die Wolken. 

Dieses Bild ist meine Manifestation für das Leben des Momentes.

Was also geschieht, wenn wir nicht im Hier und Jetzt sind? Wenn wir mit unseren Gedanken an einem anderen Ort, in einer anderen Zeit sind? Wir unseren Chancen der Zukunft hinterher hecheln oder unseren Fehlern und Wunden aus der Vergangenheit nachweinen?

Ich kann es dir sagen: Du verpasst vermutlich einen der schönsten Momente deines Lebens. 

Gegenbeispielsortierer und die Quatschies…

Gegenbeispielsortierer und die Quatschies…

Kennst du das, du hast eine Idee, einen Gedanken, hörst einen Vorschlag und sofort rasen deine Gedanken los? Geht nicht, weil…; in meiner Branche geht das nicht…; alles ganz anders bei uns…; ich bin nicht gut genug dafür..; ich bin nicht dies, das oder jenes…

Die Stimmen sind massiv mit deinen Glaubenssätzen gekoppelt. Doch sind es wirklich deine Glaubenssätze oder hast du sie von irgendwem übernommen?

Viele dieser Gedanken sind frühkindlich geprägt. Wir haben sie von unseren Eltern, Großeltern, Verwandten oder dem Umfeld übernommen. Mal angenommen, diese Gedanken stimmen gar nicht? Mal angenommen, du müsstest diesen Gedanken nicht folgen. Wie würde sich das auf deine Situation auswirken? 

Schon Heinz Erhard sagte „Du darfst nicht alles glauben, was du denkst.“ Und er hat mit dieser Aussage sowas von recht.

Mich hat ein Gedanke jahrelang so stark gefesselt und blockiert, ohne dass es mir bewusst war. Ich bin durch diesen geschickten Selbstbetrug immer wieder in die selben Muster verfallen, habe alles getan, um dem Gedanken recht zu geben und mich dadurch oft noch schlechter gefühlt.

Schließlich brannte ich nicht für das, was ich tat, weshalb es auch nicht herausragend, sondern nur gut war. Aber der Gedanke, der sich immer wieder einschlich: „Du kannst doch nichts anderes…“ holte mich immer wieder zurück in die Endlosschleife. Solche Muster sind nicht einfach zu durchbrechen, aber es geht. Du brauchst dazu einen Menschen, der dir schonungslos das Muster aufzeigt und du brauchst den Mut, die notwendigen Schritte zu gehen. Bei mir war es die Hypno-Analyse, die mich aus der Schleife und den Selbstlügen herausholte. 

Also schau genau hin, wenn deine Gedanken dich mal wieder zutexten und dir weismachen wollen, dies oder jenes geht nicht. 

Vielleicht schreibst du dir das Zitat von Heinz Erhard auf und legst es auf deinen Schreibtisch. Oder du druckst dir das Bild von diesem Post aus und legst es gut sichtbar irgendwohin. Hauptsache, du erwischst dich bei den Gedanken, die du nicht einfach so glauben solltest.

In diesem Sinne, denk was du willst und hinterfrage.

Dein Ralf

Misserfolge, ein heikles Thema…

Ist dir schon mal aufgefallen, dass bei den meisten Menschen die Erfolge im Vordergrund stehen? Beliebtes Beispiel – die Sparkassenwerbung: Mein Haus, mein Auto, mein…

Jeder berichtet gerne über seine Erfolge, zeigt sie gerne und lässt auch gerne andere daran teilhaben. Wirklich erfolgreiche Menschen haben aber auch nicht nur Erfolge vorzuweisen. Sie haben meist zuerst jede Menge Fehler gemacht und dadurch auch viele Misserfolge erleiden dürfen.

Die Fehlerkultur in unseren Breitengraden hat aus meiner Sicht noch viel Luft nach oben. An dieser Stelle sind uns andere meilenweit voraus.

Ich stehe zu meinen Fehlern und das ist auch gut so, zumindest in meiner Welt. Ich wäre nicht der, der ich heute bin, ohne die Fehler, die ich gemacht habe.

Ich kenne viele Menschen in meinem Umfeld, die lassen ihr großartiges Potential liegen, lassen ihre Träume verblassen, leben nicht ihr Leben, sondern nur vor sich hin, weil sie Angst haben, Fehler zu machen. Schlimmstenfalls werden sie dadurch sogar krank, weil sie eben genau nicht das Leben leben, wofür sie bestimmt sind.

Ich möchte daher heute einen Appell an euch richten. Wenn ihr Dinge, Ideen, Wünsche, Träume angehen wollt, habt keine Angst davor, Fehler zu machen. In 99 % der Fälle sind die Fehler, die wir machen könnten, nicht lebensbedrohlich. 

Die Erde dreht sich weiter. Schlimmstenfalls habt ihr eine Lernerfahrung gemacht und bestenfalls seit ihr eurem Ziel näher gekommen. Ein Fehler ist ein Fehler – nicht mehr nicht weniger. Ihr seid deshalb noch immer der gleiche Mensch, noch genauso wertvoll und liebenswert wie vorher und mit Sicherheit seid ihr reicher als vorher.

Also traut euch, seid mutig, geht euren Weg, auch wenn es sein kann, dass ihr Fehler macht. Ich mag die Aussage aus dem Bild. Sie macht das Fehlermachen leichter und unbeschwerter. 

Denkt mal zurück an eure Kindheit, wie ihr laufen gelernt habt. Und jetzt stellt euch mal vor, ihr hättet euch nicht getraut, das Laufen zu probieren. Stellt euch vor, nach dem ersten Mal Hinfallen hättet ihr zu euren Eltern gesagt: „Neee du, laufen ist nichts für mich. Habs probiert und mir bei anderen Babys angeschaut. Das ist nichts….“

Es ist ok, wenn du Fehler machst. Du lebst zum ersten Mal und vermutlich probierst du es zum ersten Mal. Aber es ist besser, es zu versuchen, als ein Leben unterhalb seiner Möglichkeiten zu leben.

In diesem Sinne – auf gehts…

Dein Ralf

Ich muss erst noch,…

Ich muss erst noch,…

Kennst du das? Du willst etwas Neues starten, ein neues Produkt vielleicht oder eine neue Idee? Du willst starten, doch deine Ratio funkt dir ständig dazwischen. Du musst erst noch die Ausbildung machen, den Kunden gewinnen, dies oder jenes muss erst noch gemacht werden – und alles hält dich davon ab, ins TUN zu kommen.

Ich kenne das zur Genüge. Millionen Gedanken schießen dir durch den Kopf und bringen mehr Verwirrung als Klarheit. Ständige Einwände und die „ich muss erst noch Fraktion“ geben keine Ruhe. Bis zu dem Moment, wo du eine Entscheidung triffst, sie mit all ihren Konsequenzen akzeptierst und bereit bist, diese auch zu tragen und zu verantworten. In diesem Moment tritt Stille ein. Klarheit, Fokus, Konsequenz, Energie, all das wird in diesem Moment freigesetzt.

Bodo Schäfer spricht von einem Entscheidungsmuskel – diesen gibt es natürlich so nicht, dennoch kann man es trainieren, Entscheidungen zu treffen. Das funktioniert auch bei den normalen Dingen des Lebens schnell und gut, tiefgreifende Entscheidungen kann ich dennoch so nicht treffen. Hier ist einfach der Abgleich zwischen Herz und Verstand notwendig. Nur – und da bin ich wieder ganz bei Bodo Schäfer, das Treffen der Entscheidung darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Wenn ich im Treffen von Entscheidungen beim täglichen Leben geübt bin und gute Erfahrungen gesammelt habe, fällt es mir auch bei den großen Entscheidungen leichter, meinem Gefühl zu folgen.

Welche Entscheidungen schiebst du gerade auf? Übst du im täglichen Leben, schnell Entscheidungen zu treffen? Hast du schon gute Erfahrungen gemacht, wenn du schnell entschieden hast und deinem Gefühl gefolgt bist?

Meine Erfahrung sagt mir, oft wird eine Entscheidung nicht besser dadurch, dass ich sie aufgeschoben habe. Also sei mutig und triff Entscheidungen. In diesem Sinne wünsche ich dir eine entscheidungsreiche Woche.

Dein Ralf