Wünschst du dir Leitplanken ?

Wünschst du dir Leitplanken ?

Wie oft habe ich mir Leitplanken gewünscht …

Kennst du das? Ich habe mir oft gewünscht, dass  ich irgendwelche Leitplanken rechts und links von mir habe, um besser in der Spur zu bleiben, sei es bei der Führung meiner Druckerei, sei es bei Fortbildungen, bei der Persönlichkeitsentwicklung, einfach bei allem …

…an die Hand nehmen…

Heute habe ich diesen Wunsch nicht mehr. Ich habe früher immer gedacht, es liegt daran, dass ich mich für so viele Dinge interessiere und begeistern kann. Mittlerweile glaube ich jedoch, es lag daran, dass mir nicht klar war, wohin meine Reise gehen soll. Was will ich wirklich tun? Das ist mir jetzt vollkommen klar und seit das so ist, ist auch der Wunsch nach Leitplanken oder „jemandem, der mich an die Hand nimmt“ verschwunden. Ich interessiere mich nach wie vor für wahnsinnig viele Dinge, kann mich auch immer noch für Etliches begeistern, doch ohne dass es mich ablenkt, mich aus dem Fokus bringt.

Je klarer mein Ziel wird, umso klarer bin ich in meinen Entscheidungen. Ja, ich kann jetzt sogar auf das verlockendste Angebot hin „Nein“ sagen. Eine großartige Erfahrung. Es sorgt für viel mehr Ruhe in meinem Leben, Ruhe, die ich mir früher so sehr herbeigesehnt habe. 

NEIN

Ich kann heute viel mehr erreichen, bin wesentlich ruhiger und ausgeglichener und vor allem selbstbestimmt. Schritt für Schritt befreie ich mich von Altlasten, Dingen, die mir nicht guttun, Menschen, die nicht zu mir passen, freundlich, bestimmt und immer voller Wertschätzung. 

Ich freue mich über jeden Menschen, der seitdem neu in mein Leben kommt, weil auf einmal Platz dafür da ist. Seien es Klienten, Menschen, die zu Freunden werden, zufälligen Begegnungen und natürlich viel intensivere Momente mit meiner Frau und meiner Familie. 

Fragen…

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie ich dahin gekommen bin, was das mit dir zu tun haben könnte und wie du davon profitieren kannst. Vielleicht sagt dir das Ganze auch überhaupt nichts, was auch vollkommen ok ist, denn ich kann natürlich nur von meinem Weg, meinen Erfahrungen berichten und vielleicht ist etwas für dich dabei, mit dem du etwas anfangen kannst.

Bei mir war der erste Auslöser mein Coaching bei Marion, das mich zur Hypnose geführt hat. Ich kürze hier ab, wenn du mehr darüber erfahren möchtest, erzähle ich es dir gerne im persönlichen Gespräch.

Die Hypnoanalyse, die ich im Mai 2019 gemacht habe, wirkt bis zum heutigen Tage immer noch nach. Es hat also nach der Hypnoanalyse begonnen und sich Schritt für Schritt bis heute weiterentwickelt. 

Ich beschreibe das mal so: Ich habe mich für ganz viele Dinge begeistert, habe sie „gekauft“, obwohl ich gar keinen Platz im Regal dafür hatte. Denn der Regalplatz war mit „Altlasten“ belegt oder besser gesagt blockiert. Und so flog alles ungenutzt in die Ecke, anstatt gut bereit zur Nutzung im Regal zu liegen. Was für eine Verschwendung.

Ich habe dadurch Dinge getan, die unnötig waren, habe Geld ausgegeben, um zur Ruhe zu kommen. Doch kam ich nie zur Ruhe und wünschte mir deshalb jemanden an der „Hand“ oder die berühmten Leitplanken, damit mir das nicht andauernd passiert. Erst als ich angefangen habe, das Regal aufzuräumen und Platz zu schaffen, wurde alles klar.

…a new therapy for a new client!

Ich kann hier nur von mir erzählen, dir damit Denkanstöße geben, denn eine Kopiervorlage ist das nicht. Jeder Mensch ist individuell und hier halte ich es definitiv wie der Großmeister der Hypnose Milton Erikson „…a new therapy for a new client!“ 

Wenn das Schicksal dich vor eine Aufgabe stellt …

Wenn das Schicksal dich vor eine Aufgabe stellt …

Es ist, wie es ist. Wenn dieser Satz alleine für sich steht, finde ich ihn grauenhaft. Es klingt für mich wie die ultimative Entschuldigung, seinen Arsch nicht hochzubekommen. Sich ins Schicksal fügen, man ist halt so … – die unumstößliche Aussage, dass man selbst ja nichts daran ändern kann.

Ich könnte kotzen…

Ich könnte kotzen, wenn ich das höre, lese, sehe – doch dann bin ich ja auch schon wieder in der Bewertung, also wieder zurück zu mir. 

Es ist, wie es ist. Das mag schon sein. Sicherlich gibt es Dinge, die sind halt, wie sie sind und ich selbst habe keinerlei Einfluss darauf. Worauf ich aber immer Einfluss habe, ist wie ich darauf reagiere, also was ich daraus mache.

Zitronenlimonade?

Nein ich will dich jetzt nicht mit dem Spruch nerven „Wenn das Leben dir Zitronen schenkt …“ – Ich selbst habe Jahrzehnte gebraucht, um überhaupt adäquat mit solchen Situationen umzugehen. Ich konnte es schlichtweg nicht, denn hier schlugen sofort meine Muster zu. Mein Unterbewusstsein übernahm die Kontrolle. Handlungsoptionen? Keine! Warum war das so? Warum hab ich das nicht gemerkt? Heute weiß ich es. Ein Kindheitstrauma hatte dafür gesorgt, dass sich mein Unterbewusstsein schützend vor mich geworfen hat.

Wenn mir also mal wieder eine Situation vor die Füße fiel, hatte ich gar keine Chance. Es liefen sofort vollautomatisch Muster ab. Heute ist das anders. Ich habe diese Blockade, dieses Trauma gelöst. Ich habe zwanzig Jahre lang versucht, herauszufinden, was das ist, woher es kommt, warum ich genau die Dinge tue, die ich getan habe – Seminare, Coachings, Bücher, noch mehr Seminare, noch mehr Coachings – ich kam nicht dran. Gott sei Dank durfte ich die Möglichkeiten der Hypnose kennenlernen, durfte am eigenen Leib erfahren, was möglich ist. Das ist sicher einer der Gründe, warum ich heute das Leben führe, das ich führen möchte. Ich konnte erfahren, woher meine Blockaden kamen, konnte sie annehmen und ihnen damit die Macht über mich nehmen.

…die größte Stärke der Hypnose

Blockaden lösen ist eine der größten Stärken in der Hypnose. Hier gibt es viele Wege, die zum Ziel führen. Verschiedene Wege stelle ich euch im Laufe der nächsten Wochen hier im Blog vor.

Entscheidend auf dem Weg ist jedoch nicht das Tool, sondern als erstes die Erkenntnis, dass es eine Blockade gibt, ein Muster, dass dich daran hindert, das Leben zu führen, wozu du in der Lage wärst. Und das ist gar nicht so einfach.

…von Selbstlügen und Glaubenssätzen

Es können auch die kleinen Selbstlügen sein, massive Glaubenssätze, ein Trauma oder auch mehrere aufeinander aufbauende, der massive Selbstbetrug und auch schlicht und einfach ein völlig falsches Selbstbild, das dich blockiert.  

Hier braucht es einen mutigen Hinweis von außen, einen großen Schmerz, eine Erkenntnis. Bei mir war es der Hinweis von außen. Ohne Marions Hinweis wäre ich weiter hinter meinen Möglichkeiten hergelaufen. Schmerz kann ich aushalten, Erkenntnisse à la „So kann es nicht weitergehen“ hatte ich zur Genüge, doch noch immer hatte ich nichts geändert. Nicht weil ich nicht wollte, sondern schlichtweg, weil ich’s nicht konnte.

Wer gibt dir deinen mutigen Hinweis?

 

Entdecke den Superhelden in dir …

Entdecke den Superhelden in dir …

Vielleicht fragst du dich jetzt, was meint er denn jetzt damit und was hat das mit mir zu tun?

Ich hole mal ein wenig aus … 

In der analytischen Psychologie nach Carl Gustav Jung hat jeder Mensch gewisse Persönlichkeitsanteile – Archetypen.

Terence Watts hat daraus die Archetypentherapie entwickelt. Krieger, Siedler und Nomaden. Es handelt sich um eine klassische Dreiteilung, die sich in verschiedenen Therapieformen wiederfindet. 

Jeder von uns hat demnach alle drei Archetypen in sich. Mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Die meisten von uns haben einen dominierenden Typus und auch hier gibt es völlig unterschiedliche Ausprägungen. Alle drei Archetypen haben unterschiedliche Erscheinungen, unterschiedliche Eigenschaften, sowohl positive als auch negative, sie zeigen unterschiedliche Reaktionen und sind auch unterschiedlich in ihren Handlungen.

Das Modell lässt sich wunderbar am Beispiel der DC-Comicserie Batman erläutern. 

Der Krieger

Batman, der Krieger, dunkel gekleidet, immer auf der Hut, immer im Verborgenen, zielstrebig, konsequent, zuverlässig. Schnell in seinen Entscheidungen, trägt Verantwortung, durch die Maske gibt es keine erkennbare Mimik. Gleichzeitig kann er auch nicht aus seiner Haut, ist zwanghaft, auf Sicherheit bedacht, aggressiv in seinem Verhalten und sehr kopflastig. Eine seiner größten Ängste ist, die Kontrolle zu verlieren und dadurch verliert er seine Leichtigkeit.

Damit Batman in der „normalen“ Welt zurechtkommt, erhält er Unterstützung. 

Der Siedler

Der ruhende Pol in der Welt von Batman ist Alfred, sein Butler. Der klassische Siedler. Niemals im Vordergrund, aber immer präsent. Unauffällig in der Erscheinung, doch immer harmonisch. Mit seiner hohen Sozialkompetenz sorgt er dafür, dass Bruce Wayne sein Doppelleben führen kann. Seine unglaubliche Anpassungsfähigkeit, seine Geduld, seine Toleranz sorgen für den notwendigen Ausgleich. Er ist ein Gemeinschaftsmensch, ein Teamplayer mit großem Herz, der immer für das Alter Ego Batman da ist. Mit seiner Empathie gewinnt er Menschen und hält sie in der Nähe. Seine größte Schwäche ist seine extreme Harmoniebedürftigkeit und der Fakt, dass er nicht nein sagen kann. 

Der Nomade

Batmans berühmter Gegenspieler, der Joker, ist der klassische Nomade. Schrill in seiner Erscheinung, laut, extravagant, oftmals völlig übertrieben, hält er Batman den Spiegel vor – zeigt all die Dinge, die Batman oftmals auch gerne einsetzen würde. Charismatisch, spontan, kreativ, sorglos leicht findet er ungewöhnliche Lösungen, die Batman ständig auf die Probe stellen. Seine extrovertierte Art mündet oftmals in purem Egoismus. Das Ganze gekoppelt mit extremen Stimmungsschwankungen wird zu einer explosiven Mischung. Er ist frei wie ein Vogel und lässt sich nicht einengen. Dinge zu tun, die er nicht will, führen schnell zu entsprechenden Reaktionen. Langeweile und Verantwortung lehnt er vollständig ab – er macht gerne Batman für seine Handlungen verantwortlich … Die größte Gefahr für ihn ist, wenn er erniedrigt wird, seine Außenwirkung leidet – all dies wirkt sich extrem negativ auf ihn aus.

Vielleicht fragst du dich jetzt, was das denn nun mit dir zu tun hat. Jeder von uns hat diese drei Persönlichkeitsanteile in sich, bei jedem von uns haben sie natürlich andere Gestalten, hin und wieder ändert sich auch die Gestalt der Archetypen. Was bleibt, sind die Eigenschaften.

Stell dir vor, du könntest diese Eigenschaft für dich nutzbar machen. Mal angenommen, du wünschst dir mehr Klarheit, Fokus und Konzentration, da du dich immer gerne ablenken lässt. Oder du wünschst dir mehr Schlagfertigkeit und mehr Mut, um zum Beispiel einen Vortrag vor deinen Kollegen oder Freunden halten zu können. Oder du wärst gerne offener zu Menschen, wärst gerne geselliger.

In der Hypnosearbeit nach dem KSN-Modell von Terence Watts ist das möglich.

Die Arbeit mit den Archetypen bietet noch viele weitere spannende Möglichkeiten. Eine der größten Stärken der KSN-Methode ist das Auffinden und Auflösen von Kernpersönlichkeitskonflikten. Ein solcher liegt oftmals dann vor, wenn du das Gefühl hast, du lebst nicht das Leben, das dir gut tun würde. 

Ein Beispiel: Ein Kind mit ausgeprägten Kriegeranteilen wächst bei Eltern auf, deren dominierende Anteile die Eigenschaften des Siedlers sind. Frühzeitige, gesunde Aggression wird von den Eltern verteufelt und als „das tut man nicht“ abgetan. Das Kind darf sein Naturell als Krieger nicht ausleben und wird dadurch meist schon vor der Pubertät große Probleme mit seinem Aggressionsstau bekommen.

Ein weiteres Beispiel: Ein Elternteil Krieger, einer Siedler und das Kind zeigt schon sehr frühzeitig eine starke Nomadenausprägung. Die Eltern tolerieren dies nicht und zwängen das Kind in andere Rahmenbedingungen z.B. kopflastiges BWL-Studium – die Nomadenanteile werden nur als Hobby gelebt – mögliche Folgen hieraus sind Depressionen oder Angsterkrankungen.

All dies sind Beispiele für frühkindliche Prägungen, die jeder von uns hat, die natürlich meist unbewusst und unbeabsichtigt geschehen, aber dennoch Folgen haben.

Vorsicht hier vor Schubladendenken …

Es ist nicht immer alles so, wie es scheint. So kann ein Mensch sich im Alltag sehr „kriegerisch“ zeigen. Dies kann dann entweder tatsächlich seinem Naturell entsprechen, es kann aber genauso gut eine Maske sein, die er sich zugelegt hat, um im Alltag besser zu funktionieren.

Die Frage lautet also nicht: „Was bist du?“ , sondern „Was brauchst du? Welche Persönlichkeitsanteile können dich auf dem Weg zu deinen Zielen oder auf dem Weg zu deiner Bestimmung unterstützen?“

Du willst wieder zurück zu deinen Wurzeln? Du willst Zugriff auf deine Neigungen und Talente? Die KSN-Methode ist in diesem Fall eine gute Möglichkeit. Aber Achtung, es gibt auch Nebenwirkungen …

Es kann sein, dass du daraufhin dein Leben radikal änderst. 

Entfalte deine Superkräfte …

Unabhängig von der persönlichen Zielsetzung können im Grunde folgende Ziele verfolgt werden:

Beim Aufdecken und Aufklären von Identitätskonflikten können die Hintergründe ermittelt und mit dem anschließenden Ressourcentraining aller drei Anteile zu einer tiefgreifenden inneren Versöhnung sowie zu einer Auflösung selbst hartnäckigster Blockaden führen.

Im Ressourcentraining hast du die Möglichkeit, bereits in dir schlummernde Fähigkeiten zu entfalten und so zu integrieren, dass du jederzeit Zugriff darauf hast. Im Idealfall entfalten wir gemeinsam die vollständigen Ressourcen deiner Archetypen, sodass sie dir zu jeder Zeit vollumfänglich zur Verfügung stehen.